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STEUERREFORM 2015/16

Die Steuerreform 2015/16 wurde am 7. Juli 2015 im Nationalrat beschlossen.

Der neue Steuertarif:

Der wichtigste Punkt ist die Tarifreform. Es gibt nunmehr 7 Tarifstufen statt wie bisher 4 Tarifstufen.

Unverändert bleiben Einkommen bis EUR 11.000,-- steuerfrei. Während bisher ab Überschreiten dieses Betrages die Einkommensteuer 36,5% betrug, sind es 25% ab dem Jahr 2016.

Die beiden Steuertarife im Vergleich sehen nun so aus.

Tarifmodell NEU Bisheriger Tarif
Stufe bis Steuersatz Stufe bis Steuersatz
11.000 0% 11.000 0%
18.000 25% 25.000 36,50%
31.000 35% 60.000 43,21%
60.000 42% darüber 50%
90.000 48%    
1.000.000 50%    
über 1 Mio 55%    

Grundsätzlich kann sich jeder Steuerzahler über eine Entlastung von ca.EUR 1.000,-- freuen.

Die Steuerreform sieht jedoch noch weitere Entlastungen vor:

So wird der Arbeitnehmerabsetzbetrag auf EUR 400,-- angehoben, die Steuergutschrift wird daher um EUR 55,-- größer.

Der Kinderfreibetrag wird von bisher EUR 220,-- auf EUR 440,-- verdoppelt. Nehmen beide Elternteile diesen Freibetrag in Anspruch, so beläuft er sich künftig auf EUR 300,-- anstatt wie bisher EUR 132,-- pro Elternteil.

Wenn Sie ein so niedriges Einkommen bezieht, dass keine Einkommensteuer anfällt, dann wird die Negativsteuer gutgeschrieben. Diese beträgt 50% der Sozialversicherungsbeiträge. Die  höchstmögliche Steuergutschrift beträgt EUR 400,-- (bisher EUR 110,--).

Haben Sie auch Anspruch auf das Pendlerpauschale, dann kann die Steuergutschrift bis EUR 500,-- steigen. Pensionisten hatten bisher keinen Anspruch auf die Negativsteuer. Ab 2016 können sie sich auf eine Steuergutschrift von maximal EUR 110,-- freuen.

Für das heurige Jahr wurde die Negativsteuer ebenfalls bereits angehoben und zwar auf EUR 220,--, bei Anspruch auf das Pendlerpauschale auf EUR 450,--. Pensionisten kommen heuer erstmalig in den Genuss der Negativsteuer bis EUR 55,--.

 

Weitere Änderungen bei der Einkommensteuer:

Mitarbeiterrabatte, die allen Mitarbeitern oder bestimmten Gruppen von Mitarbeitern gewährt werden, sind bis zu 20% steuerfrei, Mitarbeiterrabatte über 20% nur dann, wenn sie insgesamt EUR 1.000,-- pro Mitarbeiter im Jahr nicht übersteigen.

Sachgeschenke (keine Geldleistungen!) anlässlich eines Firmen- oder Dienstjubiläums sind bis zu EUR 186,-- steuerfrei.

Prämien für Diensterfindungen sind ab 2016 nicht mehr steuerfrei.

Sachbezug für Dienstautos:

Eine Steuererhöhung tritt durch die neue Besteuerung des Sachbezuges für Dienstautos ein:

Hat ein Dienstwagen einen CO2-Ausstoß von mehr als 130g/km, beträgt der Sachbezug ab 2016 2% der Anschaffungskosten (bisher 1,5%), maximal jedoch EUR 960,-- pro Monat.

Für Elektroautos braucht für fünf Jahre kein Sachbezug versteuert werden. Für diese Fahrzeuge kann außerdem der Vorsteuerabzug in Anspruch genommen werden bis zu einem Anschaffungspreis von EUR 40.000,--.

Zuwendungen des Arbeitgebers für das Begräbnis eines Dienstnehmers, seinen Ehepartner und seine Kinder sind steuerfrei.

 

KAPITALERTRAGSTEUER (KEST):

Die Kapitalertragsteuer für Bankguthaben und Sparbuchzinsen bleibt mit 25% unverändert.

Für alle anderen Kapitalerträge wird sie auf 27,5% erhöht.

Betroffen sind von diesem erhöhten Steuersatz Gewinnausschüttungen aus Kapitalgesellschaften, Gewinne aus der Veräußerung von Anteilen an Kapitalgesellschaften, Anleihezinsen und Zuwendungen von Privatstiftungen.

Wenn eine Kapitalgesellschaft Gewinne ausschüttet, steigt daher die Steuerbelastung aus Körperschaftsteuer und Kapitalertragsteuer auf insgesamt 45,625%, bisher waren es 43,75%.

 

SONDERAUSGABEN:

Bisher konnten Sie Ausgaben für Lebens-. Kranken- und Unfallversicherungen ebenso wie Ausgaben für Wohnraumschaffung und –sanierung bis zu einem Höchstbetrag von

EUR 2.920,-- pro Jahr als Sonderausgaben geltend machen.

Diese Absetzmöglichkeit wird nun abgeschafft.

Versicherungsverträge, die Sie ab 2016 abschließen, sind nicht mehr begünstigt.

Die Prämien für alte Versicherungsverträge können Sie noch 5 Jahre, somit bis zum Jahr 2020) wie bisher absetzen.

Ausgaben für Wohnraumschaffung oder –sanierung können Sie nur mehr dann absetzen, wenn Sie mit der tatsächlichen Bauausführung (Spatenstich) im Jahr 2015 beginnen.

Das Sonderausgabenpauschale in Höhe von EUR 60,-- wird im Jahr 2020 auslaufen.

Kirchenbeiträge und Spenden können ab 2017 nur dann als Sonderausgaben abgesetzt werden, wenn diese von den Zahlungsempfängern dem Finanzamt gemeldet werden.

Das gilt auch für den Nachkauf von Versicherungszeiten und freiwillige Weiterversicherungen.

Die Forschungsprämie wird auf 12% erhöht.

Bildungsfreibetrag und Bildungsprämie werden ebenso wie Mietzinsbeihilfen und Landarbeiterfreibetrag gestrichen.

 


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